Tofu statt Truthahn? Vegetarische Ernährung beim Hund

Vegetarische Ernährung Hund

Fleischfreie Ernährung ist gerade voll im Trend und das zu Recht: Sie schont den Planeten, ist gut für die Gesundheit und reduziert Tierleid. Doch wie gesund ist Vegetarismus für deinen geliebten Vierbeiner?

Das Erbe des Wolfes

Ein vegetarischer Hund – das klingt erstmal absurd, ist er doch ein direkter Nachkomme des Wolfes, der schon seit Jahrhunderten auf der Suche nach Beute durch die Wälder streift. Rein ernährungswissenschaftlich ist der moderne Hund jedoch gar kein Fleischfresser mehr, sondern hat sich im Laufe der Zeit zu einem sogenannten Allesfresser entwickelt. Dies liegt vor allem daran, dass Hunde meist nur die Abfälle ihrer menschlichen Herren zu fressen bekamen, die oft sehr wenig Fleisch enthielten. Auf diese Weise veränderte sich die Verdauung der heutigen Hunde. Erst in jüngerer Vergangenheit und mit einem allgemeinen Anstieg des Fleischkonsums bei uns Menschen, stieg auch der Fleischanteil in der Hundeernährung wieder an.
Rein prinzipiell ist vegetarische Ernährung für Hunde also gar kein Problem und sollte nicht voreilig als unnatürlich oder ungesund abgestempelt werden. Im Gegenteil: Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass Hunde mit Haut- oder Fellproblemen, einem empfindlichen Verdauungstrakt oder verschiedenen Allergien von der Umstellung auf vegetarische Kost deutlich profitieren und seltener an Infektionskrankheiten oder Krebs erkranken.

Vor allem bei Hunden mit Allergien eignet sich vegetarisches Hundefutter gut.
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Umstellung auf vegetarische Kost

Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse sollte vegetarische Ernährung für Hunde als ernsthafte und gesundheitsfördernde Alternative in der Ernährung in Betracht gezogen werden. Ein Tierarzt sollte vor der Umstellung dennoch in jedem Fall aufgesucht werden. Kann der Arzt Komplikationen ausschließen, steht der fleischlosen Ernährung nichts mehr im Weg. Zur Auswahl steht neben Selbstgekochtem auch Trockenfutter, wie Veggie Dog der Marke Green Petfood. Doch Vorsicht: Man sollte seine Fellnase langsam an die fleischlose Kost gewöhnen und den Fleischanteil zunächst schrittweise reduzieren. Das schont den Verdauungstrakt des Vierbeiners. In der nächsten Zeit sollte man seinen Hund außerdem ganz genau beobachten: Wirkt er müde oder schlapp? Frisst er seinen Napf ganz leer? Denn das Wohl des Hundes steht stets an erster Stelle. Falls man den Verdacht hat, dem Hund schmeckt das neue Futter nicht oder sich gesundheitliche Auswirkungen zeigen, sollte man seinen vierbeinigen Freund also in keinem Fall zu einer vegetarischen Ernährung zwingen – ganz unabhängig von allen Vorteilen für Gewissen, Umwelt und Körper.