Tierarzt Check für Hunde

Tierarztcheck Hund

Tierarztcheck HundIch bin gelernte Tierarzthelferin und zweifache Hundebesitzerin, daher kenne ich den Besuch beim Tierarzt aus beiden Perspektiven. Durch mein fachlich fundiertes Wissen hoffe ich, dass ich dir mit diesem Artikel wertvolle Tipps für den Tierarztbesuch mit deinem Tierschutz-Hund geben kann.

Wahl des Tierarztes

Die tierärztliche Betreuung ist sehr wichtig, für jeden Tierschutz-Hund, egal ob jung oder alt. Deswegen solltest du dir bei der Wahl des Tierarztes im Vorfeld einige Gedanken machen. Der Tierarzt sollte dir und natürlich auch dem Hund sympathisch sein. Wenn du gewisse Bedenken bei einem Tierarzt hast, merkt dein Hund das sofort und wird ebenfalls nervös. Wenn bereits vor der Adoption bekannt ist, dass dein zukünftiger Vierbeiner eine Krankheit hat oder irgendwelche Symptome aufweist, kann es ratsam sein, einen Spezialisten aufzusuchen. Bei besonders ängstlichen Tieren, könnte unter Umständen ein Tierarzt geeignet sein, der Hausbesuche macht, damit der Hund gerade am Anfang nicht unnötig einer Stresssituation ausgesetzt wird.

Erster Besuch beim Tierarzt – Der Rundum-Check

Tiere aus deutschen und ausländischen Tierschutzorganisationen, können Krankheiten und Parasiten haben, die möglichst schnell entdeckt und behandelt werden müssen.
Ich empfehle nach der Adoption eines Tierschutz-Tieres einen sofortigen, gründlichen Rundum-Check. Dieser Check kostet natürlich etwas mehr, als ein einfacher, aber er kann im Zweifel Leben retten – nicht nur das des eigenen Hundes. Auch wenn von der Tierschutzorganisation angegeben wird, dass die Fellnase erst kürzlich vom Tierarzt untersucht wurde, sollte kurz vor oder nach dem Einzug im neuen Zuhause der neue Tierarzt eine gründliche Untersuchung durchführen.

Tiere aus dem Ausland

Hunde aus dem Ausland KrankheitenMeine beiden Hunde habe ich aus dem Auslands-Tierschutz. Bei der Adoption eines Hundes aus dem Ausland empfehle ich zum gründlichen Rundum-Check vom Tierarzt auch ein Reiseprofil zu erstellen. Hierbei wird Blut des Vierbeiners abgenommen, welches auf landestypische Erreger untersucht wird. Dieser Test kostet in der Regel zwischen 40€ und 80€. Er hilft nicht nur schnell herauszufinden, ob und welche Krankheiten der neue Hund hat. Durch einen schnellen Test kann auch gewährleistet werden, dass dein Hund keine anderen Tiere ansteckt und sich solche Krankheiten in Deutschland verbreiten. Dieses Reiseprofil sollte unbedingt nach sechs Monaten wiederholt werden. Es kann sein, dass sich Erreger erst dann im Blut nachweisen lassen.
Mein Tipp: Der Verein Parasitus Ex e.V. informiert auf seiner Website kostenfrei und sehr ausführlich über Krankheiten und Parasiten.

Hunde chippen lassen

Wenn dein neues Familienmitglied bereits gechipt und registriert ist, solltest du den Chip beim ersten Tierarztbesuch unbedingt auslesen lassen und dich selbst als neue Kontaktperson eintragen lassen. Ist dein Hund noch nicht gechipt, muss dies dringend für den Fall der Fälle nachgeholt werden. Frisch adoptierte Tierschutz-Hunde gehören zu den Tieren, die am häufigsten vermisst werden, da sie manchmal weglaufen, sich erschrecken, sich verlaufen usw. Dank des Chips und der Registrierung kann sich der Finder des Tieres schnell mit dem Besitzer in Verbindung setzen.

Die wichtigsten Impfungen

Zu den Pflichtimpfungen für alle Hunde gehören Tollwut, Parvovirose und Staupe. Aber auch Zwingerhusten, Hepatitis und Leptospirose sind sehr wichtige Impfungen. Speziell seit viele Tiere aus dem Ausland eingeführt werden, ist es umso wichtiger, die Hauptimpfungen vornehmen zu lassen. Eine Zeckenimpfung kann man vornehmen, muss man aber nicht. Dies kannst du z.B. davon abhängig machen, in welcher Region du wohnst, ob dein Hund besonders anfällig für Zecken ist usw.

Regelmäßige Tierarzt-Besuche

impfungen HundAls Tierhalter sollte man immer aufmerksam sein und lieber einmal zu viel, als zu wenig einen Tierarzt aufsuchen. Besonders das regelmäßige Impfen ist wichtig. Inzwischen gibt es einige Kombiimpfungen, die nur alle drei Jahre aufgefrischt werden müssen. Hierzu kann dich dein Tierarzt genauer beraten.
Auch wer einen aktiven, gesunden Hund hat, muss in der Regel mindestens einmal im Jahr zum Tierarzt – Sei es die Ohrenreinigung, die Wurmkur, ein Zeckenprophylaxemittel, die berühmte entzündete Schramme, der stecken gebliebene Zeckenkopf oder das unerklärliche plötzliche Humpeln – Denn Vorsorge ist besser als Nachsorge. Bei einem solchen Besuch kannst du den treuen Vierbeiner direkt vom Tierarzt durchchecken lassen. So sparst du dir einen zusätzlichen Besuch.
Wenn du mit deinem Hund ins Ausland verreisen willst, sind manchmal zusätzliche Tierarztbesuche notwendig, da man bei der Einreise in manche Länder spezielle Nachweise mit sich führen muss.

Tierversicherung – ja oder nein?

Für nicht kalkulierbare Risiken habe ich eine OP-Versicherung für meine Vierbeiner, für die ich monatlich Geld bezahle. Wenn ich an meine alte Schäferhündin zurück denke, durch die alleine im letzten halben Jahr Tierarzt-Rechnungen in Höhe von 3.000 Euro auf mich zugekommen sind, lohnt sich eine Versicherung und ist zu empfehlen.

Ich wünsche deinem Tierschutz-Hund gute Gesundheit! – Anke Müller und das Team der Treuhund AG

Geschrieben von:



Anke Müller, gelernte Tierarzthelferin

Ich heiße Anke Müller, bin Ende 30 und unterstütze das Projekt bei Tierschutz-Shop. Ich habe eine Ausbildung zur Tierarzthelferin mit anschließender Zweitausbildung zum Pferdewirt und einem wirtschaftswissenschaftlichem Studium. Ich bin Halterin von zwei bildhübschen und superklugen Schäferhunden aus dem Auslandstierschutz und stehe gern mit Rat und Tat zur Seite. Wir mögen es konkret. Gezielte Fragen lassen sich am leichtesten beantworten und bringen das höchste Maß an Aufklärung. Bitte zöger nicht bei offenen Fragestellungen. Wir sprechen eine herzliche Einladung zum regen Austausch aus. Du findest uns auf www.treuhund.com