Sicherheit für Freigänger-Katzen


Eines sei vorweg gesagt: Die absolute Sicherheit gibt es für Freigänger-Katzen leider nicht. Die Frage, ob man die Katze lieber in der Wohnung halten oder ihr so viel Freiheit wie möglich bieten sollte, wird deshalb unter Katzenhaltern immer wieder leidenschaftlich diskutiert. Eine universell richtige Antwort darauf gibt es nicht.

Freigaengerkatzen Sicherheit

Welche Sicherheit kann ich einer Freigängerkatze bieten?
Foto: Rita Kochmarjova

Klar ist nur, dass in der Stadt auf eine Freigängerhaltung verzichtet werden sollte. Doch selbst wenn man weit entfernt von viel befahrenen Straßen lebt, lauern Gefahren. Im Wald gibt es Jäger, die ganz legal auf wildernde Katzen schießen dürfen. Und auch in der Nachbarschaft leben nicht immer nur Tierfreunde. Zudem unterschätzen viele Katzenhalter, wie weit ihre Katze tatsächlich läuft und wie groß ihr Revier ist. Das komplette Grundstück durch Netze oder hohe Zäune katzensicher zu machen, ist jedoch aufwendig, teuer und wegen Bauvorschriften häufig gar nicht realisierbar. Falls du einen solchen Schritt planst, informiere dich also unbedingt über mögliche Beschränkungen, bevor du hohe Investitionen tätigst.

Ideal ist es, wenn man in einer ruhigen Gegend, umgeben von Wiesen und Feldern lebt. Aber auch dort sollte man einige Vorsichtsmaßnahmen treffen. So empfiehlt es sich, Regentonnen und andere Gefahrenstellen abzudecken. Risiken im Straßenverkehr können minimiert werden, indem du die Katze von Beginn an daran gewöhnst, dass sie nicht mehr nach Einbruch der Dunkelheit nach draußen darf. Nachts sind alle Katzen grau – und für Autofahrer kaum zu sehen.

Vorsorge für Freigängerkatzen

Freigaengerkatzen

Benji genießt seine Freiheit im Garten
Foto: Sandra Neupold

Ganz wichtig ist es, die Katze mit einem Mikrochip zu versehen und registrieren zu lassen. Denn wenn das Tier einmal zu weit weggelaufen ist, kannst du so deinen Ausreißer im Idealfall schnell wieder in die Arme schließen. Lege deiner Katze aber bitte kein Halsband um, denn damit kann sie an hervorstehenden Gegenständen hängenbleiben und sich böse verletzen. Zudem solltest du die Katze regelmäßig auf Flöhe und Zecken kontrollieren und entsprechende Vorsorge treffen. Auch eine regelmäßige Entwurmung ist wichtig. Und natürlich muss der Freigänger regelmäßig geimpft werden, denn das Risiko, sich bei streunenden Katzen anzustecken, ist hoch.

Apropos streunende Katzen: Erfahrene Tierschützer bitten Katzenhalter, die ihrem Tier Freigang ermöglichen, eindringlich darum, die Katze kastrieren zu lassen. Schätzungen zu Folge leben in Deutschland etwa zwei Millionen Katzen auf der Straße, viele von ihnen unter erbärmlichen Bedingungen. Und die Tiere vermehren sich unkontrolliert – auch wegen der vielen unkastrierten Hauskatzen. Und noch etwas spricht für eine Kastration: In der Regel verkleinert sich damit auch das Revier der Katze.

Katze registrieren – wie und wo?

Tasso-e.V.

Die Katze registrieren zu lassen, kann im Ernstfall für ein Happy End sorgen. Viele Tierhalter denken, dass ihre Katze durch die Einpflanzung eines Mikrochips bereits automatisch registriert ist. Dem ist aber nicht so. Die Tierschutzorganisation „Tasso e.V.“ betreibt Europas größtes Haustierverzeichnis und bietet eine kostenlose Registrierung an. Im Falle des Verlustes unterstützt Tasso auch bei der Suche.

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Antje-Rehse-Foto

Antje Rehse von pets.de – die Tierwelt von RP Online

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