Mit dem Hund unterwegs

Mit dem Hund unterwegs

Mit dem Hund unterwegs – Begegnungen mit „Der tut nix“ und Co

 

Mit dem Hund unterwegs Ist man mit dem Hund unterwegs sollte es Spaß machen und dem Hund außer Bewegung und neuen Eindrücken, auch Sozialkontakte zu anderen Hunden, ermöglichen. Hier gilt, dass zu einer angenehmen Begegnung immer zwei gehören und sich kein Hund darüber freut, wenn er von einem anderen Hund belästigt, bedrängt oder gar umgerannt oder angegriffen, wird. Es sollte also selbstverständlich sein, dass du deinen Hund bei dir behälst bzw. zu dir rufst, wenn du merkst, dass der andere Hund den Kontakt nicht (mehr) möchte.

 

Traurigerweise gibt es, wenn man mit dem Hund unterwegs ist, immer noch einige rücksichtslose Hundehalter, die ihren Hund getreu nach dem Motto „der tut nix“, einfach laufen lassen und damit jeden Spaziergang für die Menschen, deren Hund Angst vor anderen Hunden hat oder nach schlechten Erfahrungen einfach keinen Kontakt mehr möchte, zu einem wahren „Spießrutenlauf“ werden lässt.

Was also tun, wenn ein fremder Hund unkontrolliert auf deinen Hund zuläuft?

Weder kannst du den anderen Hundehalter verändern, noch dessen Hund erziehen! Es nützt also nichts, sich zu ärgern oder gar den anderen Hundehalter zu beschimpfen. Damit verschlimmert sich alles nur, denn die schlechte Stimmung überträgt sich auf deinen Hund.

Lass aber deinen Hund mit seiner Angst auch auf keinen Fall alleine, sondern unterstütze ihn so gut du kannst. Mache das Beste für dich und deinen Hund aus der Situation und sieh es als Chance, gemeinsam mit dem Hund unterwegs auch schwierige Situationen erfolgreich zu meistern.

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Kommt also ein fremder Hund auf deine Hund zu und dein Hund fühlt sich deutlich unwohl, stelle dich schützend vor deinen Hund und schicke den fremden Hund ruhig, aber bestimmt wieder weg. Hier gibt es keinen Grund, aggressiv oder gar handgreiflich gegenüber dem fremden Hund zu werden. Es reicht, wenn du ihm den Weg versperrst und ihn mit eindeutiger Körpersprache in eine andere Richtung schickst.

Ist der fremde Hund bereits bei deinem Hund und bedrängt oder bedroht ihn, ruf deinen Hund ruhig zu dir und stelle dich auch dann ruhig dazwischen, sobald dein Hund sich auf den Weg zu dir macht.

Mit dem Hund unterwegs, aber bitte nicht bestrafen!

Auch dann, wenn dein Hund den fremden Hund anbellt oder anknurrt, schimpfe nicht mit ihm und bestrafe ihn auch nicht! Nimm oder ruf deinen Hund ruhig zu dir und übernimm ab dann die Verantwortung für die Situation und hilf deinem Hund ruhig und sicher heraus.

Wendet sich der fremde Hund ab, gehe gemeinsam mit deinem Hund weiter und freu dich gemeinsam mit ihm, dass ihr die Situation so gut gemeistert habt.

Je häufiger dein Hund merkt, dass du verlässlich dafür sorgen kannst, dass er nicht belästigt wird, desto größer wird sein Vertrauen in dich. Sehr bald wird dein Hund sich hinter dich stellen und darauf vertrauen, dass du ihn vor dem fremden Hund beschützt. So bist du bald ganz entspannt mit dem Hund unterwegs.

Geschrieben von:


Alexandra-Hoffmann

Alexandra Hoffmann, Hundeverhaltenstherapeutin

Neben meiner Praxis für Hundeverhaltenstherapie, betreue ich mit großer Leidenschaft die tollen Hunde im Tierheim Starnberg und freue mich über jeden Tierschutzhund, der ein neues zu Hause gefunden hat. Bei mir stehen nicht die Probleme im Vordergrund, sondern ich möchte Hund und Halter dabei helfen, (wieder) zu einem Team zusammen zu wachsen und miteinander, anstatt in einem ständigen Kampf gegeneinander, durch ihr gemeinsames Leben zu gehen.