Sommer im Tierschutz: Zeit der Ungewissheit


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Sommer im Tierschutz: Zeit der Ungewissheit

In vielen Ländern Europas bereitet der Sommer Tierschutzvereinen große Sorgen. Denn für Straßen- und Tierheimtiere steckt die Jahreszeit voller Herausforderungen. Erfahre hier, womit die Fellnasen in den Sommermonaten zu kämpfen haben!

Hund sitzt traurig vor Zaun
Dass die sonnige Jahreszeit auch Schattenseiten hat, vermuten viele Menschen nicht. Foto: Leben für Streuner e.V.

Gefährliche Hitze: Temperaturen bis 45 °C

Brütende Hitze, trockene Luft, reine Sonnenstrahlen – das heiße Klima, das im Sommer in vielen Ländern herrscht, setzt den Hunden und Katzen auf den Straßen und in den Tierheimen schwer zu.

Es führt zu Trockenheit, Dürre und lebensbedrohlichem Wassermangel. Immer wieder finden Tierschützer*innen verdurstete Straßentiere. Die, die noch rechtzeitig aufgelesen werden, sind in einem schlechten körperlichen Zustand.

„Viele Hunde, die im Sommer aufgefunden werden, sind extrem dehydratisiert. Das Aufpäppeln der häufig sehr
kranken Tiere ist sehr zeitaufwendig“, berichtet Tobias Werner vom Tierschutzverein SardinienHunde e.V

Ein Großteil der ländlich gelegenen Tierheime besitzt keinen freien Zugang zu fließendem Wasser. Bei oftmals über 100 Hunden wird die tägliche Wasserbeschaffung für die Helfer*innen im Sommer zum reinsten Kraftakt.

„Wir haben kein fließendes Wasser aus dem Hahn, nur von der Quelle ca. zwei km vom Tierheim entfernt. Leider verstopfen die Rohre im Sommer oft oder werden von Tierhassern boykottiert.“

Antje Rummler, FOS Thassos e.V.

Parasitenplagen

Die warme Wetterlage im Sommer bietet Parasiten wie Flöhen, Zecken und Sandmücken die optimalen Voraussetzungen, sich zu vermehren – und das in hoher Geschwindigkeit.

Das plagende Ungeziefer ist lästig und überträgt ernstzunehmende Krankheiten, wie Leishmaniose. Die ohnehin geschwächten Vierbeiner können der Gefahr kaum etwas entgegensetzen.

Flöhe zum Beispiel vermehren sich sogar so rasant, dass es hoffnungslos ist, sie noch im Tierheim mit Hilfsmitteln wie Spot Ons unter Kontrolle zu kriegen. „Das Problem kann man erst kurz vor der Ausreise der Katzen in ein neues Zuhause angehen“, erklärt Melanie Biermann von Zukunftskatzen – Chats de l’avenir e.V.

Krankheiten breiten sich aus

Auch für Krankheiten sind die warmen Sommertemperaturen eine willkommene Umgebung, um sich schnell auszubreiten. Ist ein Tier erkrankt, macht das Leiden im vollen Tierheim in Rekordzeit die Runde.

Viele Tiere auf teils engem Raum, kein fließendes Wasser und mehr Ungeziefer erschweren es den bemühten Tierschützer*innen, im Sommer die gewohnten Hygiene-Standards aufrecht zu erhalten. Die Ausgaben für Tierarztkosten steigen.

Katze liegt geduckt in Kiste
Ausgehungerte, verletzte Tiere sind im Tierschutz traurige Realität. Darum sind Tierheime auf Spenden angewiesen. Foto: Zukunftskatzen - Chats de l'avenir e. V.

Sommerloch: Spenden fehlen

Genau im Sommer – wenn die Herausforderungen für die Tierheime und Fellnasen extrem sind – wird jedoch im Durchschnitt am wenigsten gespendet. Wusstest du das? Man nennt das Phänomen das „Sommerloch im Tierschutz“.

Auch werden in dieser Zeit weniger Adoptionen durchgeführt, bemerken viele Tierschutzvereine. Das ist doppelt schlimm, denn zum einen fehlt dem Tierheim dadurch eine weitere wichtige, finanzielle Hilfe.

Zum anderen können weniger neue Tiere aufgenommen werden, weil keine Plätze im Tierheim frei werden.

Die meisten ausländischen Tierheime sind vollständig von Spenden abhängig, weil sie oft gar keine Unterstützung vom Staat erhalten. Die ausbleibende Hilfe im Sommer bedroht die Versorgung ihrer tierischen Schützlinge.

Tierheimen im Sommer helfen

Für Straßen- und Tierheimtiere ist der Sommer eine extreme Herausforderung. Gemeinsam helfen wir ihnen, den Sommer zu überstehen!

Geschrieben von

Durch Tierschutz-Shop und meinen Hund Cuco lerne ich täglich Neues über die Themen Tierschutz und Leben mit Tier. Dieses Wissen teile ich hier in unserem Magazin mit dir. Als Chefredakteurin bin ich immer neugierig auf deine Ideen, Lob und Kritik - schreib mir gerne an [email protected]
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