Tierschutz-Shop-Mitarbeiter reisen zu den spanischen Galgos


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Unsere Reise zu den spanischen Galgos

Meine beiden Kolleg*innen von Tierschutz-Shop, Claudia und Daniel, sind nach Spanien gereist, um sich im Tierheim „Fundación Benjamín Mehnert” selbst ein Bild von der Situation der Galgos zu machen. Was diese Reise mit den beiden gemacht hat, liest du hier.

Daniel_Galgos_Blogbeitrag
Daniel war erstaunt, wie zutraulich die Galgos waren. Foto: Claudia Durban

Mit Spanien haben meine beiden Kolleg*innen von Tierschutz-Shop, Claudia und Daniel, in der Vergangenheit hauptsächlich Urlaub, Sonne und Erholung verbunden. Dass das sonnenverwöhnte Land auch Schattenseiten hat, wissen sie spätestens seitdem sie bei Tierschutz-Shop arbeiten.

Wir alle haben durch unsere Arbeit bei Tierschutz-Shop von dem unermesslichen Leid der spanischen Galgos erfahren. Jedes Jahr werden sie erst zur Jagd missbraucht und anschließend grausam aussortiert.

Durch unzählige Bilder und Videos konnten wir uns einen Eindruck der Situation in Spanien verschaffen. Bilder, die wir regelmäßig von den Tierschützer*innen aus den Tierheimen zugeschickt bekommen.

Aber wir wollten es genauer wissen und zwar nicht nur von Fotos und Videos, sondern selbst vor Ort sein und sehen, wie es den Tieren geht und wie ihr Alltag aussieht. Darum haben sich unsere Kolleg*innen Claudia und Daniel auf den Weg nach Spanien gemacht. Eine Reise, die die beiden nachhaltig berührt hat.

Claudia war vor Ort, um sich ein Bild zu machen und Fotos für die Tierfreund*innen von Tierschutz-Shop mitzubringen. Foto: Daniel Creutz

600 Fellnasen – alle auf der Suche nach Liebe

In Alcalá de Guadaíra nahe Sevilla haben die beiden die „Fundación Benjamín Mehnert” besucht. Unterstützt wird das Tierheim von dem deutschen Verein Galgorettung Fränkisches Seenland. Ein Tierheim der größeren Sorte – rund 600 Hunde, fast ausschließlich Galgos, werden dort täglich versorgt.

Die Menge an Hunden habe Daniel schockiert, sagt er. „So viele Hunde auf einmal habe ich vorher noch nicht gesehen.“ Auch Claudia war überwältigt. Nicht nur von der Menge, sondern auch von den Hunden selbst.

„Ich war unfassbar gerührt von den Hunden. Die gehen einem so nah, da bekomme ich jetzt schon wieder eine Gänsehaut“

Claudia von Tierschutz-Shop

Daniel fügt hinzu: „Sobald man ein Gehege betreten hat, wollte jeder Hund einfach nur ein Stück vom ,Liebe-Kuchen‘ abhaben.“

Überrascht hat die beiden, dass die Fellnasen ohne zu zögern auf sie zukamen, gestreichelt werden wollten. „Nach allem, was sie erlebt haben, fand ich das schon erstaunlich“, sagt Claudia. Das beschreibe sehr gut den Charakter eines Galgos: Sanftmütig, liebevoll und verschmust durch und durch.

Nicht, was Claudia und Daniel von Jagdhunden erwartet hätten. Und schon gar nicht von Tieren, die bisher keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, sind sich die beiden einig. „Was sie mitmachen mussten und wie sie gelitten haben – die haben ja nie Liebe bekommen“, sagt Claudia.

Zwei von rund 600 Galgos, die in dem spanischen Tierheim jeden Tag versorgt werden müssen. Foto: Claudia Durban

Knochenjob Tierpfleger*in in Spanien

Doch es gab auch die anderen. Die verängstigten Hunde, denen man angesehen habe, dass sie schwer traumatisiert sind. Scheu und zittrig, manche dazu noch abgemagert und verwundet.

Um wieder mehr Selbstbewusstsein zu erlangen, werden diese Fellnasen in Rudel gesetzt, in denen selbstbewusstere Tiere leben. Von diesen Hunden sollen sie dann ein normales Sozialverhalten lernen. Es scheint zu funktionieren: keins der Tiere sei aggressiv gewesen oder habe gebissen, berichten Claudia und Daniel.

Um zu wissen, wer einen guten Einfluss auf wen haben könnte, müssen die Tierschützer*innen ihre Vierbeiner kennen. 600 Hunde, jeder einzelne ein Individuum mit Bedürfnissen, Eigenheiten und einer Geschichte, die er mitbringt – eine Vollzeitaufgabe.

Meine beiden Kolleg*innen durften sich im Tierheim frei bewegen. So haben sie erlebt, wie viel die Tierschützer*innen vor Ort leisten. Als „Knochenjob” bezeichnet Claudia die Arbeit als Tierpfleger*in im Tierheim. Aber: „Die Leute haben sich mit Hingabe um die Tiere gekümmert“, sagt Daniel.

Galgo Hündin
Sanftmütig und liebebedürftig – das sind nur zwei der positiven Charaktereigenschaften eines Galgos. Foto: Claudia Durban

Warum Futterspenden so wichtig sind

Der Besuch in der „Fundación Benjamín Mehnert” hat die beiden nicht nur zu riesengroßen Galgo-Fans gemacht, er hat bei ihnen auch ein ganz anderes Verständnis für die Situation vor Ort hinterlassen. Für Daniel ist nach der Reise der Respekt vor der Arbeit der Tierschützer*innen erheblich gestiegen.

Außerdem sei ihm bewusst geworden, wie unfassbar viel Futter jeden Tag benötigt wird, sagt er. Denn täglich 600 Tiere mit nahrhaftem Futter zu versorgen, das ist eine Mammutaufgabe.  „Wenn du siehst, wie viele Tiere das sind und wie viel Futter sie brauchen – das muss ja irgendwo herkommen“, sagt Claudia.

Das habe ihr noch mal ganz deutlich gemacht, wie wichtig die Futter-Spendenaktionen sind, die Tierschutz-Shop regelmäßig startet. Claudia: „Du siehst einfach, was du mit solchen Spendenaktionen bewirken kannst und das ist unglaublich.”

Hilfe für Galgos in Not

Möchtest du auch Galgos in Not unterstützen? Spende Futter und schenke aussortierten spanischen Jagdhunden eine Zukunft.

Geschrieben von

Seitdem ich denken kann, liebe ich Tiere. Meine zweite Leidenschaft ist das Schreiben. Mit meiner Arbeit als Online-Redakteurin bei Tierschutz-Shop kann ich beides vereinen und Tieren eine Stimme geben.
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Seitdem ich denken kann, liebe ich Tiere. Meine zweite Leidenschaft ist das Schreiben. Mit meiner Arbeit als Online-Redakteurin bei Tierschutz-Shop kann ich beides vereinen und Tieren eine Stimme geben.


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