Sommer: Im Auto droht Hunden der Hitzetod


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Sommer: Im Auto droht Hunden der Hitzetod

Jedes Jahr sterben viele Hunde in überhitzten Autos. Hier erfährst du, wie schnell Lebensgefahr droht. Informiere dich auch, was du tun kannst, wenn du einen zurückgelassenen Vierbeiner im Auto entdeckst. Damit kein Hund mehr am Hitzetod stirbt!

Hund steckt Schnauze aus Spalt im Autofenster
Die Geschichte eines im Auto verstorbenen Schäferhundes in Jülich (NRW) erregte im Sommer 2019 Aufsehen. Nur einer von vielen tödlichen Vorfällen jedes Jahr. Foto: Shutterstock

Sobald die Außentemperatur die 20 Grad-Grenze überschreitet, häufen sich die Berichte über Einsätze, in denen Hunde aus überhitzten Autos gerettet werden mussten. Oft kommt für die befreiten Tiere jede Hilfe zu spät: Sie können nur noch tot geborgen werden.

Denn auch wenn die alarmierenden Notfälle jeden Sommer Schlagzeilen machen, scheinen viele Menschen die tödliche Gefahr noch immer zu unterschätzen. Unwissende Tierhalter*innen und untätige Beobachter*innen kosten die hilflosen Vierbeiner das Leben.

Jetzt mithelfen und Warnzettel verteilen!

Bitte werde aktiv, damit kein Hund mehr am Hitzetod im Auto stirbt! Drucke dir jetzt unseren Warnzettel aus und hilf mit, die lebensrettende Botschaft zu verbreiten.

Übrigens: Seinen Hund an warmen Tagen im Auto zurückzulassen ist nicht nur verantwortungslos, sondern als Verstoß gegen die Tierschutz-Hundeverordnung auch strafbar.

Nach dem Tierschutzgesetz können die Konsequenzen entweder als Straftat oder Ordnungswidrigkeit eingestuft werden. Entscheidend ist, ob der Vierbeiner mit Vorsatz oder aus Unwissenheit in die Notsituation gebracht wurde.

Alarmierende Rekordzeit: Lebensgefahr nach 5 Minuten 

Man kann es nicht oft genug sagen: „Nur kurz“ und „mal eben“ ist für im Auto eingesperrte Hunde schon zu lang. Denn bereits wenige Minuten reichen und das Auto wird zur tödlichen Hitzefalle. Weder Schatten noch geöffnete Fenster können das verhindern.

Tabelle mit Außentemperaturen und Innentemperaturen im Auto
Schon 5 Minuten reichen und bei einer Außentemperatur von 38 Grad erreicht der Innenraum des Autos lebensgefährliche 42 Grad. Grafik: Tierschutz-Shop

Hitzetod verläuft extrem qualvoll

Was genau passiert mit Hunden, die in einem immer heißer werdenden Auto gefangen sind?

Weil Hunde nicht schwitzen können, droht ihnen ein Hitzschlag. Um die Wärme zu regulieren, hecheln sie. Eine verhängnisvolle Reaktion des Körpers! Denn beim Hecheln verliert er sehr viel Wasser.

Mit der Zeit steigert sich das Hecheln zu einem nach Luft ringenden Japsen. Extremes Hecheln, starke Erschöpfung, Taumeln, Durchfall, Erbrechen und Teilnahmslosigkeit sind Anzeichen dafür, dass der Hund gerade einen Hitzschlag erleidet.

Gelangt das eingesperrte Tier nicht innerhalb kürzester Zeit an die frische Luft und ausreichend Sauerstoff, folgt der Verlust des Bewusstseins und Herzstillstand.

Hitzetod im Auto – ein unvorstellbar qualvoller Tod für den Hund. Um jegliches Risiko zu vermeiden, gilt für verantwortungsvolle*r Tierhalter*innen die Faustregel:

„Bei warmem Wetter ist es für mich niemals eine Option, meinen Hund auch nur eine Minute im geparkten Auto zurück zu lassen.“

Vorfall beobachtet? So greifst du ein

Die tragischen Todesfälle lassen sich verhindern. Darum greife bitte ein, wenn du bei warmem Wetter einen eingesperrten Hund in akuter Not im Auto entdeckst.

Zunächst musst du versuchen, die/den Halter*in ausfindig zu machen. Oft liegt es nahe, dass Frauchen oder Herrchen sich in der Nähe des Parkplatzes befinden, wie zum Beispiel im dazugehörigen Geschäft und du kannst sie durch einen Ausruf im Laden erreichen.

Gemeinsam solltet ihr jetzt den Hund so schnell wie möglich aus dem Auto holen.

Wurde das Tier aus dem Auto befreit:

  • Den Hund sofort in den Schatten und in Seitenlage bringen.
  • Die Körpertemperatur langsam senken, z. B. mit feuchten Handtüchern an den Pfoten. Das Tier auf keinen Fall schlagartig abkühlen.
  • Wasser zum Trinken geben (nicht eiskalt!).
  • Die Tierrettung rufen bzw. den Tierarzt aufsuchen.

Wenn du die/den Halter*in nicht auffinden kannst:

  • Rufe die Polizei (110) oder die Feuerwehr (112).
  • Ist die Not des Hundes so akut, dass er versterben würde, bis die Rettungskräfte eintreffen, darfst du die Autoscheibe einschlagen. Anzeichen sind: Hecheln, Erschöpfung, Taumeln, Durchfall, Erbrechen, Teilnahmslosigkeit
  • Ziehe vorher am besten Zeugen hinzu, die bestätigen, dass eine sofortige Rettung nötig war, und mache schnell Fotos und/oder ein Video als Beweis.
  • Dem befreiten Hund wie oben beschrieben helfen.

Fazit: Jetzt umdenken und handeln

Du hast erfahren, dass sich Autos im Sommer innerhalb von 5 Minuten zur tödlichen Hitzefalle entwickeln. Lass deinen Hund bei warmem Wetter niemals dort zurück! Zuhause ist er in Sicherheit.

Zögere bitte auch bei einem fremden, zurückgelassenen Hund nicht und sorge für Hilfe! Ruf die/den Halter*in oder Polizei und Feuerwehr und leiste erste Hilfe. Deine Reaktion kann Leben retten.

Warnung verbreiten und Leben retten!

Um die Öffentlichkeit aufzuklären, haben wir einen Warnzettel zum Ausdrucken und Verteilen oder Aufhängen entworfen. Bitte hilf mit!

Geschrieben von

Durch Tierschutz-Shop und meinen Hund Cuco lerne ich täglich Neues über die Themen Tierschutz und Leben mit Tier. Dieses Wissen teile ich hier in unserem Magazin mit dir. Als Chefredakteurin bin ich immer neugierig auf deine Ideen, Lob und Kritik - schreib mir gerne an [email protected]
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Durch Tierschutz-Shop und meinen Hund Cuco lerne ich täglich Neues über die Themen Tierschutz und Leben mit Tier. Dieses Wissen teile ich hier in unserem Magazin mit dir. Als Chefredakteurin bin ich immer neugierig auf deine Ideen, Lob und Kritik - schreib mir gerne an [email protected]


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