Die häufigsten Mittelmeerkrankheiten – informiere dich hier!


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Die häufigsten Mittelmeerkrankheiten

Vierbeiner, die auf der Straße leben, haben oft mit zahlreichen Krankheiten zu kämpfen. Einige kommen vermehrt im Mittelmeer-Raum vor, weshalb sie auch Mittelmeerkrankheiten genannt werden. Hier bekommst du einen Überblick.

streunender Hund am Strand
Vierbeiner in Mittelmeer-Regionen müssen häufig auf spezielle Krankheiten untersucht werden. Foto: Shutterstock

Hast du vor, einer Fellnase aus dem Ausland ein neues Zuhause zu schenken, könnte es sein, dass sie an sogenannten Mittelmeerkrankheiten erkrankt ist.

Auch wenn du bereits einen Hund hast und in ein Gebiet reist, wo diese Krankheiten vorkommen, solltest du wissen, worauf zu achten ist.

Mittelmeerkrankheiten kommen häufig dort vor, wo die hygienischen Zustände nicht optimal sind oder wo Hunde und Katzen mit vielen Parasiten zu kämpfen haben.

Manche dieser Krankheiten sind heilbar, manche auch nicht, was aber nicht bedeutet, dass deine Fellnase mit Hilfe von Medikamenten nicht trotzdem ein schönes Leben haben kann. Lies hier, um welche Krankheiten es sich handelt und wie man sie behandeln kann.

Leishmaniose

Erreger: Leishmania donovani (Gewebeparasit)

Vorkommen: Vor allem in Griechenland, Italien und Spanien.

Betroffen: Vor allem Hunde, kann aber auch Katzen treffen.

Überträger: Sandmücke, kann aber auch über offene Wunden übertragen werden.

Symptome: Es gibt zahlreiche Symptome, da es unterschiedliche Formen der Leishmaniose gibt. Appetitlosigkeit, Durchfall, Fieberschübe, Gewichtsverlust, Haut- und Fellveränderung können erste Anzeichen sein. Auch Haarverlust und Schuppenbildung kommen häufig vor. Oft ist zu bemerken, dass die Ohrränder einreißen. Einige Tiere haben Hautgeschwüre, bei anderen bilden sich kleine Knötchen in der Haut, was auf eine unzureichende Immunabwehr schließen lässt. Auch die inneren Organe, allen voran die Nieren, die Leber und die Milz können betroffen sein.

Diagnose: Die Krankheit kann durch einen Bluttest festgestellt werden.

Behandlung: Heilbar ist Leishmaniose nicht, eine lebenslange Therapie ist notwendig. Je früher die Krankheit erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Aussichten für den Vierbeiner.

Vorsorge: Eine sichere Vorsorge gibt es nicht. Man kann Shampoos gegen die Sandmücke nutzen und es gibt einen Impfstoff, der das Risiko einer aktiven Infektion verringert. Eine Aufnahme der Leishmaniose-Erreger werden allerdings nicht verhindert. Die Impfung empfiehlt sich für Hunde, die sehr häufig in bei Sandmücken beliebten Gegenden unterwegs sind.

Babesiose

Erreger: Babesia canis (Blutparasit)

Vorkommen: Vor allem Frankreich und Italien. Auch in Osteuropa und den Tropen.

Betroffen: Vor allem Hunde (die Krankheit wird auch Hundemalaria genannt), trifft selten auch Katzen.

Überträger: Zecke

Symptome: Hohes Fieber, Apathie, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, der Urin des Hundes verfärbt sich rot-bräunlich, weil die Krankheit rote Blutkörperchen zerstört.

Diagnose: Die Krankheit kann durch einen Bluttest festgestellt werden.

Behandlung: Die Babesiose ist meist heilbar, sofern sie rechtzeitig erkannt wird.

Vorsorge: Ein Zeckenhalsband oder in einzelnen Fällen können auch durch den Tierarzt Medikamente gegen eine Infektion gespritzt werden, die für etwa vier Wochen wirksam sind.

Dirofilariose - Herzwurmerkrankung

Erreger: Dirofilaria immitis

Vorkommen: Vor allem Italien, Griechenland, Südfrankreich, auch Kanarische Inseln, Portugal. Zudem häufig in Nordamerika. Subtropische und tropische Regionen.

Betroffen: Vor allem Hunde, seltener sind auch Katzen betroffen.

Überträger: Stechmücken

Symptome: Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, schnelle Müdigkeit, Atemnot, chronischer Husten.

Diagnose: Die Krankheit kann durch einen Bluttest festgestellt werden.

Behandlung: Es gibt unterschiedliche Stadien der Krankheit. Je früher die Krankheit entdeckt wird, umso besser sind die Behandlungschancen. Kritisch wird es, wenn der Befall schon fortgeschritten ist.

Vorsorge: Tiere, die in Gebieten leben, in denen diese Krankheit häufig vorkommt, oder Tiere, die in solche Gebiete reisen, sollten mit einem entsprechenden Parasitenbekämpfungsmittel behandelt werden.

Ehrlichiose

Erreger: Ehrlichia canis

Vorkommen: Unter anderem Italien, Türkei, auch in der Schweiz.

Betroffen: Hunde

Überträger: Zecken

Symptome: Atemnot, Fieberschübe, vergrößerte Lypmphknoten, Erbrechen, selten auch Krampfanfälle oder Gleichgewichtsstörungen.

Diagnose: Die Krankheit kann durch einen Bluttest festgestellt werden.

Behandlung: Kann erfolgreich behandelt werden.

Vorsorge: Zeckenhalsband, Spot On oder Tabletten gegen Zecken.

Giardiose

Erreger: Giardia intestinalis

Vorkommen: Vor allem in südlichen Ländern, in denen die hygienischen Zustände schlecht sind.

Betroffen: Hunde und Katzen

Überträger: Wasser, Futter, an Orten mit schlechten hygienischen Verhältnissen ist das Ansteckungsrisiko deshalb recht groß.

Symptome: Durchfall, Erbrechen, Schwäche

Diagnose: Im Kot nachweisbar

Behandlung: Giardien können gut behandelt werden, erfordern aber zusätzlich zur medikamentösen Behandlung umfangreiche hygienische Maßnahmen, da sich die Parasiten auch in der Umgebung noch monatelang halten und zu einer erneuten Ansteckung führen können.

Vorsorge: Auf eine gute Hygiene achten, möglicherweise verunreinigtes Wasser meiden.

Sich für einen Vierbeiner zu entscheiden, der bereits krank ist, ist sicher keine leichte Entscheidung. Aber auch diese Fellnasen haben ein liebevolles Zuhause verdient – gerade weil sie es bisher nicht leicht hatten im Leben.

Oftmals haben sie ihre Erkrankung gerade aufgrund schwieriger Lebensverhältnisse, denen sie ausgesetzt waren, bevor sie von Tierschützer*innen gerettet wurden.

Sie haben es ganz besonders verdient, eine Chance zu bekommen. Dein neuer Wegbegleiter wird es dir sicher mit viel Liebe danken.

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Geschrieben von

Dank meiner Tierschutz-Hündin Linda ist mein Leben voller Abwechslung. Genauso sind es die Themen, über die ich in unserem Magazin schreibe. Für meine Artikel bin ich immer auf der Suche nach Neuem und Spannendem rund um Tierschutz und den Alltag mit Tier, um zu informieren und aufzuklären.
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