Das solltest du als Hunde- und Katzenhalter zum Corona-Virus wissen


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Fragen rund um das Corona-Virus

Das Corona-Virus hat derzeit unser Leben im Griff. Viele Tierhalter*innen sorgen sich um ihre Fellnasen und haben dringende Fragen. Wir haben die wichtigsten für dich beantwortet.  

Eine Katze spielt mit einem Mundschutz
Kann mein Haustier das Corona-Virus übertragen? Wir klären auf. Foto: Shutterstock

Kann sich das Virus von meiner Katze oder meinem Hund auf mich übertragen?

Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass Hunde oder Katzen das Corona-Virus SARS-CoV-2 auf den Menschen übertragen. Viel mehr sind es die Menschen selbst, die das Virus aufeinander übertragen und somit verbreiten.

Das Friedrich-Löffler-Institut, das sich als Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit mit der Diagnose und Bekämpfung von Tierseuchen beschäftigt, empfiehlt daher auch nicht, den Kontakt mit Hunden und Katzen einzuschränken.

Im Gegenteil, gerade in der aktuellen Situation ist es hilfreich und schön, einen felligen Freund an seiner Seite zu haben, der einem Gesellschaft leistet.

Kann sich das Virus auf mein Haustier übertragen?

Das ist laut Friedrich-Löffler-Institut nicht komplett auszuschließen. Das Virus wird durch die sogenannte Tröpfcheninfektion aus Mund und Nase ausgeschieden und übertragen. Ganz feine Tröpfchen gelangen so in deine Umwelt – und mit ihnen natürlich das Virus, solltest du infiziert sein. Das bedeutet aber nicht, dass dein Haustier das Virus vermehren oder selbst weitergeben kann.

Bislang wird davon ausgegangen, dass Hunde oder Katzen keine Rolle für die Verbreitung von SARS-CoV-2 unter den Menschen spielen. Solltest du erkrankt sein, dann solltest du aber sehr nahen Kontakt zu deinem Hund oder deiner Katze vermeiden. Achte darauf, deine Fellnase nicht anzuhusten oder anzuniesen und vermeide, dass sie dir über das Gesicht leckt.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, sich vor und nach dem Kontakt mit dem Tier die Hände zu waschen. Dein Haustier mit Desinfektionsmittel zu behandeln, ist hingegen keine gute Idee – im Gegenteil, Desinfektionsmittel können deinem Tier sehr schaden. Auch solltest du ihm keine Maske aufsetzen, da es dadurch in Panik geraten kann.

Gibt es bereits infizierte Hunde oder Katzen?

Bislang gibt es vier Haustiere, die im Verdacht stehen, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben, drei von ihnen – ein Hund und zwei Katzen – sollen positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden sein, bei dem vierten Hund wurde lediglich genetisches Material des Erregers entdeckt. Die Tiere stammen alle aus Haushalten, in denen Personen lebten, die selbst an Covid-19 erkrankt waren und Symptome zeigten.

In einem belgischen Haushalt soll die Katze an Atemnot, Erbrechen und Durchfall gelitten haben, weshalb sie untersucht wurde. Ob diese Symptome allerdings wirklich durch das SARS-CoV-2-Virus hervorgerufen wurden, sei ein Verdacht aber nicht eindeutig belegt, sagten die belgischen Behörden. Die Katze und die Hunde in Hong Kong zeigten keine Symptome. Die Katze in Belgien ist mittlerweile wieder gesund.

Solltest du selbst an Covid-19 erkrankt sein und dein Tier Symptome wie Fieber, Atemnot oder Verdauungsprobleme zeigen, gerate nicht in Panik, sondern kontaktiere telefonisch deinen Tierarzt und berate dich mit ihm über das weitere Vorgehen. Du solltest dir aber keine großen Sorgen machen, bislang geht die Wissenschaft davon aus, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragen wird und Tiere bei der Verbreitung keine Rolle spielen.

Überträgt sich das Virus über das Fell meines Tieres?

Laut Friedrich-Löffler-Institut ist es möglich, dass der Erreger sich nach dem Kontakt mit einem infizierten Menschen im Fell befinden könnte, die Mengen des genetischen Materials des Erregers aber so gering sind, dass du dich wahrscheinlich nicht anstecken kannst, wenn du deinen Hund oder deine Katze streichelst.

Darf meine Katze noch raus, wenn ich infiziert bin?

Aktuell gibt es keine Hinweise darauf, dass Katzen das Virus auf den Menschen übertragen. Dennoch kann Vorsicht nicht schaden. Daher empfiehlt das Friedrich-Löffler-Institut, dass deine Freigänger-Katze wenn möglich ebenfalls zwei Wochen nicht das Haus verlässt, wenn du in Quarantäne bleiben musst.

Sollte sie das nicht gewohnt sein, sorge unbedingt dafür, dass sie genügend Abwechslung hat. Wenn du einen Balkon oder Garten hast, ist das natürlich ideal, um ihr in dieser Situation trotzdem die Möglichkeit zu geben, frische Luft zu schnuppern.

Was mache ich mit meinem Hund, wenn ich mich mit dem Virus infiziert habe?

Wenn du in Quarantäne bist und einen Hund hast, gibt es mehrere Möglichkeiten, damit dein Hund trotzdem raus kommt. Wenn du einen Garten hast, ist das die einfachste Möglichkeit, deinem Hund Bewegung zu verschaffen und die Möglichkeit zu bieten, sein Geschäft zu erledigen. Am besten fragst du aber Freund*innen, Bekannte oder Familienmitglieder die nicht in Quarantäne sind, ob sie mit deinem Hund spazieren gehen.

Frag am besten eher jüngere Personen, die vollständig gesund sind und nicht zu den Risikogruppen zählen. Doch auch sie sollten nicht deine Wohnung betreten und den direkten Kontakt zu dir, aber auch zu der Leine und dem Halsband deines Tiers vermeiden, solltest du diese Sachen zuvor angefasst haben. Im besten Fall haben sie selbst eine eigene Leine und Halsband dabei, ansonsten sollten sie sicherheitshalber Handschuhe tragen.

Darf ich trotz Ausgangsbeschränkung mit meinem Tier vor die Tür?

Ja, darfst du! Solltest du sogar, denn nicht nur dein Hund braucht die Bewegung, auch dir wird ein Spaziergang an der frischen Luft gut tun und eine angenehme Abwechslung sein zu der vielen Zeit, die wir aktuell alle zuhause verbringen.

Als Tierhalter*in musst du in Deutschland dafür sorgen, die Grundbedürfnisse deines Tieres zu erfüllen. Neben der Versorgung mit Futter und Wasser gehört dazu auch die artgerechte Bewegung – das gilt auch in Krisenzeiten wie jetzt, da der Tierschutz in Deutschland im Grundgesetz als Staatsziel verankert ist.

Wenn du mit deinem Hund spazieren gehst, achte einfach darauf, zu anderen Menschen genügend Abstand zu halten.

Ganz Grundsätzlich: Was sind Corona-Viren und was ist der Unterschied zwischen SRAS-CoV-2 und Covid-19?

Corona-Viren sind genau betrachtet nichts Neues. Bereits Mitte der 1960er Jahre wurden Coronaviren laut Informationen des Robert-Koch-Institutes erstmals entdeckt. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Corona-Viren verursachen beim Menschen verschiedene Krankheiten, von einfachen Erkältungen bis hin zu gefährlichen Krankheiten.

In der Vergangenheit waren SARS oder MERS schwere Krankheiten, die durch Corona-Viren übertragen wurden. SARS hat in den Jahren 2002 und 2003 die Menschheit in Atem gehalten.

Das aktuelle Corona-Virus ist eng mit dem SARS-Virus von damals verwandt. Darum hat die Weltgesundheitsorganisation(WHO) das aktuelle Virus SARS-CoV-2 genannt. SARS-CoV-2 ist aber lediglich der Erreger. Covid-19 (Corona-Virus-Disease-2019) hingegen ist der Name der Erkrankung, die aus dem Erreger resultiert.

Ein paar Worte zum Schluss

Zum Schluss ist noch zu sagen, dass es momentan absolut keinen Anlass gibt, dich um dein Haustier oder eine mit ihm verbundene Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus zu sorgen.

Auch die Option, deinen Hund oder deine Katze ins Tierheim zu bringen, brauchst du nicht in Erwägung ziehen. Im Gegenteil, sei froh, dass du deinen treuen Freund an deiner Seite hast und genieße die Zeit mit ihm, sofern du in diesen Tagen auch Zuhause bleiben musst.

Da die ganze Situation für alle ungewohnt ist und es ständig neue Informationen gibt, können sich täglich Dinge ändern. Wir halten das Geschehen für dich im Blick und informieren dich, sobald es etwas Neues gibt. Bleib gesund und pass auf dich auf!

Sind noch Fragen offen?

Wenn du noch weitere Fragen hast, schreibe uns eine E-Mail an [email protected]. Wir machen uns gerne für dich schlau.

Geschrieben von

Als Gründerin von Tierschutz-Shop ist es mir eine Herzensangelegenheit über Tierschutz zu berichten. Ich will Aufmerksamkeit für aktuelle und wichtige Tierschutzthemen schaffen. So kann ich Tieren eine Stimme geben und zur Verbesserung ihrer Situation beitragen.
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