Krankheiten bei Katzen

Krankheiten bei Katzen

Krankheiten bei KatzenEs gibt leider im Tierschutz immer wieder kranke Tiere, die auch ein liebevolles Zuhause suchen. Es ist besonders schön, wenn sich ein echter Tierfreund diesen Tieren annimmt. Besonders kranke und geschwächte Tierschutz-Katzen sehnen sich nach einem liebevollen Zuhause, um sich dort schnell wieder zu erholen. Viele wurden vernachlässigt oder stammen aus dem Ausland bzw. von der Straße und andere wurden leider wegen bestehender Krankheiten abgegeben bzw. ausgesetzt.

 

Krankheiten bei Katzen – Welche Rolle spielt Wohnungshaltung oder Freigänger?

Hier möchte ich dir eine kurze Übersicht über die häufigsten Krankheiten bei Katzen geben. Zuerst mal gibt es allergische Erkrankungen, deren Herkunft durch einen Tierarzt oder eine Tierheilpraktikerin genau abgeklärt werden muss, da die Ursachen für Allergien sehr weitreichend sein können (Futter, Gräser, Stoffe usw.). Hier macht es einen Unterschied, ob eine Katze Wohnungstiger oder Freigänger ist. Im Haus hat man wesentlich mehr Kontrolle darüber, mit welchen Stoffen die Katze in Berührung kommt.

Erkrankungen im Mundraum

Es gibt äußerst schmerzhafte Krankheiten bei Katzen in der Maulhöhle. Zum einen die als Forl oder Katzenkaries bekannte Entkalkung der Zahnsubstanz, die akute bzw. chronische Gingivitis (Zahnfleischentzündung) sowie die Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut). Bei Entzündungen im Bereich der Mundhöhle ist eine weitere Untersuchung der Katze anzuraten. Denn oft liegen auch andere organische Erkrankungen zu Grunde.

Krankheiten bei Katzen – Die Gefahr der Parasiten

Was bei Katzen, gerade bei Freigänger, ein weiteres Problem ist, ist der Befall mit Ektoparasiten und Endoparasiten. Eine regelmäßige Entwurmung gerade der Freigänger ist unerlässlich, um Krankheiten bei Katzen vorzubeugen. Eine vernünftige auf das Tier abgestimmte Behandlung mit Spot on oder ähnlichem helfen Ihrer Katze hierbei. Flöhe, Milben und Co können deinen Schmuser körperlich sehr belasten und auch ernsthafte Erkrankungen übertragen (wie. z. Bsp. Zecken). Anhaltender Parasitenbefall kann deinen Liebling zudem stark schwächen oder schmerzhafte Allergien auslösen. Auch Giardien (Darmparasiten) können deinem Schmusetiger zu schaffen machen und starken Durchfall verursachen.

Auf jeden Fall erwähnt werden muss auch die Toxoplasmose, da diese über Ausscheidungen der Katze auf den Menschen übertragbar ist. Die Katze infiziert sich zum Beispiel durch erbeutete Nager. Gefährlich kann der Erreger Toxoplasma gondii für Schwangere oder Menschen mit schwachem Immunsystem werden. Daher ist es sehr wichtig, dass du besonders am Anfang auf ausreichende Hygiene achtest, gerade beim Reinigen von Katzentoiletten etc., bis du weißt, ob und welche Krankheiten dein Tiger hat.

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TIPP:

Katzen reagieren besonders häufig allergisch auf Getreide (Weizen), Gluten, Soja, Mais, künstliche Zusätze, Konservierungsmittel und Bindemittel, sowie auf einige Fleischsorten (Rind, Lamm, etc.) und Milchprodukte.
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Infektionskrankheiten bei Katzen

Ganz kritisch zu betrachten sind Krankheiten bei Katzen durch Infektionen, wie die Katzenseuche (Panleukopenie, feline Parvovirose). Die Symptome der Katzenseuche sind unter anderem blutiger Durchfall, Erbrechen, Fieber, Abgeschlagenheit und einiges mehr. Durch die Verminderung der weißen Blutkörper sind weitere Infektionen möglich, da die Abwehr immer weiter absinkt. Die Erkrankung kann jedoch auch ohne Symptome verlaufen (perakut). Sie ist hochansteckend, jedoch für Menschen ungefährlich. Schutz bietet nur eine Impfung. Wenn es auch harmlos klingt, aber zu den ernstzunehmenden Krankheiten bei Katzen zählt der Katzenschnupfen. Hier ist ebenfalls an eine Impfung zu denken, da Katzenschnupfen bleibende Schäden bei deinem Kätzchen hinterlassen kann. Zudem kann diese Krankheit einen chronisch Verlauf nehmen. Auch wenn deine Katze diese Krankheit überstanden hat, ist sie nicht als gesund einzustufen, denn sie bleibt weiterhin Virusträger und bei Immunschwäche oder Stress ist ein erneuter Ausbruch möglich. Die Krankheit wird durch direkten Kontakt über Gegenstände oder Menschen übertragen. Also sei bitte vorsichtig beim Umgang mit kranken Tieren.

Katzenaids – FiV

Gegen die Krankheit FiV kann nicht geimpft werden. Die Tiere können Virusträger sein, müssen aber nicht daran erkranken. Die Übertragung erfolgt meist durch blutige Kämpfe, daher ist FiV besonders bei Straßenkatzen verbreitet. Für Menschen ist Katzenaids NICHT ansteckend. Hab keine Sorge eine mit FiV infizierte Katze aus dem Tierheim zu adoptieren. Achte nur darauf, dass deine FiV-infizierte Katze keinen Kontakt mit anderen Katzen hat (außer diese sind auch infiziert). Deine Samtpfote muss also unbedingt ein Stubentiger, höchstens mit gesichertem Balkon, werden. FiV ist bei Katzen nicht behandelbar und endet, wenn sie irgendwann ausbricht leider tödlich.

Krankheiten bei KatzenFeIV (Katzenleukämie, Leukose)

FelV (Katzenleukämie. Leukose) ist für Katzen eine hochansteckende Krankheit. Eine Katze kann auch hier Träger des Virus sein, ohne dass die Krankheit ausgebrochen ist. Hier ist ganz klar eine Schutzimpfung die einzige Möglichkeit, denn die Krankheit ist nicht heilbar. Die Symptome sind sehr vielfältig. Durch das geschwächte Immunsystem sind weitere Sekundärerkrankungen stets präsent. Wenn Sie eine Katze mit Leukose aus dem Tierschutz adoptieren, sollte diese nur in Wohnungshaltung (und auf einem gesicherten Balkon) leben und nur Kontakt zu anderen Katzen haben, wenn diese auch mit Katzenleukämie infiziert sind.

FIP (feline infektiöse Peritonitis)

FIP (feline infektiöse Peritonitis) wird in einer feuchten oder trockenen Form unterschieden. Bei der feuchten Form kommt es zu Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum und bei der trockenen Form stehen Knotenbildungen im Vordergrund. Eine Möglichkeit zur Impfung besteht, diese sollte man mit dem Tierarzt besprechen.

Impfen gegen Tollwut

Zum Schluss noch die Tollwut, gegen die auf jeden Fall geimpft werden sollte. Bei allen Infektionskrankheiten ist eine genaue Information über Symptome bzw. Übertragung unerlässlich.

Krankheiten bei KatzenWohnungshaltung und kein Kontakt zu gesunden Katzen

Bei allen hochansteckenden Krankheiten ist nur reine Wohnungshaltung zu verantworten, damit die Samtpfoten in der Umgebung geschützt sind und eine weitere Verbreitung der Krankheit verhindert wird. Es gibt auch viele unterstützende Möglichkeiten, um deinem kleinen Tiger das Leben angenehm zu machen und das Immunsystem zu stärken. Gerade die Naturheilkunde bietet bei chronischen Erkrankungen oder zur Begleitung tierärztlicher Behandlungen viele Wege und Möglichkeiten. Wobei Infektionskrankheiten, die hochansteckend sind, immer von einem Tierarzt betreut werden sollten. Jede zusätzliche Behandlung sollte mit dem Tierarzt abgesprochen werden.

Auch kranke Katzen haben ein schönes Zuhause verdient

Bedenke bitte, dass auch eine positiv getestete Katze in einem gesicherten Zuhause durchaus ein schönes beschwerdefreies Leben genießen kann. Gib auch solchen Tieren eine Chance und sie werden es dir mit viel Liebe danken.


Geschrieben von:



Tanja Schramm, Tierheilpraktikerin

Ich bin gelernte Tierheilpraktikerin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie. Seit ca. 20 Jahren arbeite ich im Zoofachhandel und war ehrenamtlich im örtlichen Tierheim tätig. Ich bin mit Tieren aufgewachsen, denn ich habe seit Jahrzehnten Hunde, Katzen, Kleintiere und Pferde. Meine Erfahrungen reichen von der kleinsten Maus bis hin zu landwirtschaftlichen Nutztieren. Meine Tiere stammen alle aus dem Tierschutz oder aus elendiger Haltung.