Katzen schlechte Angewohnheiten abgewöhnen

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Katzen Training Tierschutz ShopKatzenhalter kennen das: Deine Katze hat sich etwas angewöhnt, was uns als Halter nicht unbedingt erfreut. Aber wie der Katze diese schlechte Angewohnheit abgewöhnen. Mit Strafe oder Bestrafung kommt man bei einer Katze nicht weiter. Es ist eher kontraproduktiv und kann das Verhältnis Halter-Katze negativ beeinträchtigen.

Will man seiner Katze eine gewisse Angewohnheit abgewöhnen, muss man sich als Halter mit dieser Angewohnheit erst einmal etwas intensiver beschäftigten. Ohne ein wenig Planung kommt man dabei nicht aus.

Kratzt die Katze z. B. an der Tapete, an einer bestimmten Stelle, muss man sich fragen, warum gerade diese Stelle aus Sicht der Katze besonders „gut“ ist. Ist es eine Ecke, dann ist klar, dass die Katze mit dem Kratzen eine sichtbare Reviermarkierung setzt. Man kann jetzt entweder eine Sisal-Kratzecke zum Schutz der Tapete anbringen oder genau vor diese Ecke einen kleinen Kratzbaum stellen oder auf dem Boden eine Kratzmatte aus Sisal oder Pappe hinlegen. Als Halter muss man sich dann aber bewusst sein, dass man mit Anbringen der Kratzecke, seiner Katze die offizielle Erlaubnis gegeben hat, dort zu kratzen. Sowohl Kratzbaum als auch Kratzmatte auf dem Boden können bewegt werden und in kleinen Schritten von der Ecke weggestellt werden.

Loben und Geduld im Training von Katzen

Will man die Katze aber von dieser Ecke fernhalten, muss man der Katze eine andere Möglichkeit anbieten. Diese neue Möglichkeit muss interessant gestaltet werden, damit die Katze auf den „Umzug“ reagiert und die neue Möglichkeit bevorzugt. Gleichzeitig sollte man die betroffene Stelle vorübergehend schützen, damit kein freier Zugang mehr besteht.

Nutzt die Katze die neu angebotene Möglichkeit, sollte man sie als Halter immer loben, wenn sie diese nutzt. Mit positiver Bestärkung erreicht man bei einer Katze, dass sie sich schlechte Angewohnheiten abgewöhnt.

Allerdings ist das Abgewöhnen von schlechten Angewohnheiten keine Sache, die man mal eben in ein paar Stunden oder ein paar Tagen erreicht. Es gehört vom Halter Ausdauer dazu, denn der Halter muss den längeren Atmen haben. Denn, wenn der Halter nur einmal „einknickt“ und die schlechte Angewohnheit während des Abgewöhnens einmal zulässt, ist alles bis dahin erreicht wieder weg und man muss wieder ganz von vorne anfangen. Und je länger eine Katze eine Angewohnheit hatte, desto länger wird es dauern, diese schlechte Angewohnheit ihr abzugewöhnen.

Geschrieben von:



Tina Krogull, seit 2008 Katzenpsychologin

Ihre Arbeit sieht sie als „Übersetzerin“ und Vermittlerin zwischen Katzen und deren Haltern. Ihre tierpsychologische Ausbildung hat sie in der Akademie für Naturheilkunde (ATN) in der Schweiz absolviert. Aktuell arbeitet sie an ihrer Zertifizierung zur Bach-Blüten-Therapeutin für Tiere nach dem Bach Centre und dem Natural Animal Centre, beides in Großbritannien. Sie selbst lebt inzwischen seit über 25 Jahren mit Katzen zusammen. Derzeit wohnen die Katzen Charlie, Sammy und Tiffy bei ihr und ihrem Mann. Weitere Informationen zu Tina Krogull sind zu finden unter: http://www.meinekatzeundich.de/