Hundegerechte Eingewöhnung

Neuer Hund im Haus

Neuer Hund im HausWenn du einen Hund aus dem Tierheim adoptierst, ist das eine aufregende Erfahrung – für beide Seiten. Und natürlich ist das Ganze auch mit Stress und Unsicherheit verbunden: Wie wird der Vierbeiner sich einleben und in die Familie, also sein neues Rudel, integrieren?

Wenn der Hund in eine neue Umgebung kommt, hat er zu Beginn noch kein Reviergefühl, sondern orientiert sich ganz besonders an den Menschen, indem er sie beobachtet. Das ist gleichzeitig eine Chance, aber auch eine potentielle Fehlerquelle. Denn hier sind von Beginn an eindeutige Signale gefragt.

Sei von Anfang an liebevoll, aber konsequent

Im Idealfall sollte sich der Hund eher auf deinen Alltag einstellen und nicht andersherum. Du kannst ihm allerdings bei der Eingewöhnung helfen, indem du ihm vom ersten Tag an klare Regeln und Tagesabläufe präsentierst. Gehe zum Beispiel die erste Gassirunde morgens immer ungefähr um die selbe Zeit, lege feste Fütterungs- und Spielzeiten fest usw. Und erlaube dem Hunds nichts, was er später auch nicht tun soll. Du magst denken, dass du am Anfang etwas nachlässiger mit dem neuen Mitbewohner sein solltest, doch Inkonsequenz trägt zu dessen Verunsicherung bei. Motiviere deinen Hund stattdessen mit viel Lob, wenn er etwas richtig macht. Denn dann wird er das auch in Zukunft immer wieder tun.

Mit dem Hund das Alleinsein üben

Hund im neuen Zuhause eingewoehnenAuch daran, dass er mal alleine bleibt, sollte sich deine Fellnase von Beginn an gewöhnen, damit er diesen Zustand als normal empfindet. Natürlich solltest du ihn in der für ihn ungewohnten Umgebung nicht direkt für einen längeren Zeitraum alleine lassen, aber kürzere Übungseinheiten (angefangen mit fünf Minuten) sind in Ordnung und durchaus sinnvoll. Auch im Auto sollte er regelmäßig mitfahren, wenn er das später auch tun soll. Und mache ihn ruhig von Beginn an mit Kindern und anderen Hunden in der Nachbarschaft bekannt, sodass er diese als gegeben ansieht, noch bevor er territoriale Ansprüche auf sein neues Zuhause entwickelt.

Damit der Hund seinen sprichwörtlichen Platz in der Familie findet, braucht er diesen Platz auch im wörtlichen Sinne. Richte ihm einen zugluftfreien Schlaf- und Ruheplatz ein, zum Beispiel mit einem Körbchen oder einer Decke. Auch ein fester Futterplatz, an dem zudem immer frisches Wasser bereitsteht, ist wichtig. Und natürlich Spielzeug!

Apropos Futter: Erkundige dich, welches Futter der Hund im Tierheim bekommen hat und füttere dieses zunächst auch weiter. Wenn du das Futter umstellen möchtest, solltest du an den ersten drei Tagen nur ein wenig des neuen Futters zur Tagesration dazutun. Dann nach und nach immer etwas mehr. Nach etwa sieben bis zehn Tagen kannst du dann nur noch das neue Futter füttern.

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Antje Rehse von pets.de – die Tierwelt von RP Online

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