Hunde Haus-Apotheke: Homöopatische Medizin

Kranker Hund

Kranker HundDen Begriff „ Homöopathie“ hat bestimmt schon so manch ein Hundehalter gehört, vielleicht mehr in dem Zusammenhang mit dem Menschen, doch auch für unsere Hunde bietet diese sanfte Behandlungsmöglichkeit eine natürliche Behandlung von Erkrankungen.

So kann ein Hundehalter mit der homöopathische Hausapotheke für den Hund in Krankheitsfällen eine erste Hilfe leisten. Für die Hunde Haus-Apotheke wird die symptomatische Behandlung genutzt. In dieser Therapieart werden die angezeigten Symptome, wie z.B. Durchfall oder blutende Wunde, mit dem dafür ausgewählten homöopathischen Mittel behandelt. So können Hundehalter eine homöopathische Erste Hilfe leisten, aber bitte beachte, sollte sich der akute Krankheitszustand nicht innerhalb von ca. 10 Stunden deutlich verbessern, so solltest du einen Tierheilpraktiker oder Tierarzt aufsuchen.

Die homöopathischen Mittel sind in verschiedenen Darreichungsformen in der Apotheke erhältlich. Für unsere tierischen Freunde eignen sich am Besten Globulis oder Tabletten. Die Homöopathie nutzt für die reinen körperlichen Leiden die niedrigen Potenzen, diese gehen bis zur 12. Potenz.

Kleine Hunde bekommen zweimal täglich 3 Globuli / 1 Tablette
Mittlere Hunde bekommen zweimal täglich 4 Globuli / 2 Tabletten
Große Hunde bekommen zweimal täglich 5 Globuli / 3 Tabletten

Die Hunde Haus-Apotheke sollte beinhalten:

Apis – Bei Insektenstichen
• starke Rötung
• Schwellung und Druckempfindlichkeit
• Schmerz und Hitze
Arnica – Bei Verletzungen
• hervorgerufen durch Schlag oder Stoß
• mit Bluterguss
Calendula – Bei Verletzungen und Wunden
Hepar sulfuris – Bei Entzündungen
• mit Eiterung
Nux vomica – Bei krampfartigen Geschehnissen des Verdauungstraktes
• gelblicher Durchfall
• Verstopfung
Podophyllum – Bei Durchfall
• der wässrig ist und explosionsartig herausschießt
Pulsatilla – Bei und Durchfall der wechselhaft ist; weich und hart
• mit Durstlosigkeit einhergehend

Wissenswertes zu Homöopathie

Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843) ist der Begründer dieser sanften Therapieart. In einem Selbstversuch erkannte er, dass die Einnahme eines Stoffes in einer hohen Konzentration bestimmte Symptome in einem gesunden Körper hervorrufen kann. Dieser Stoff aber in einer verdünnten Form, in der Homöopathie spricht man vom Potenzieren, Linderung bringt. So werden durch die Verabreichung eines ausgewählten homöopathischen Mittels die  Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt, um die Erkrankung zu überwinden. Hahnemann nannte dies das Ähnlichkeitsprinzip, denn Ähnliches soll mit Ähnlichem bekämpft werden. In der Homöopathie unterscheidet man zwischen der konstitutionellen Therapie und der symptomatischen Therapie. In der konstitutionellen Behandlung wird das Tier als ein „Ganzes“ angesehen, dies bedeutet seine Verhaltensweisen, sein Wesen, seine Vorlieben, seine Abneigungen und seine Erkrankungen werden von einem Tierheilpraktiker oder einem naturheilkundlichen arbeitenden Tierarzt in einer Anamnese festgehalten und beurteilt. Das homöopathische Mittel, welches bei der Repetorisierung, so bezeichnet man die Mittelfindung, gefunden wird, nennt der Therapeut Konstitutionsmittel.

Bitte beachten:
Wenn sich der Krankheitszustand bei Durchfall und Erbrechen des Tieres nicht innerhalb von zwei Tagen verbessert, solltest du einen Therapeuten aufsuchen. Sollten bei Durchfallerkrankungen Blutbeimengungen dabei sein, gehe bitte zu einem Tierheilpraktiker oder Tierarzt. Sollte beim Erbrechen des Tieres Blutbeimengungen dabei sein, gehe bitte umgehend zu einem Tierarzt. Solltest du dir einmal nicht sicher sein, so bitte ich dich dir einen Therapeuten als Begleiter zu suchen, dieser wird mit dir gern die Haus-Apotheke für dein Tier zusammenstellen.

Geschrieben von:



Sandra Woythe, seit 2008 geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT)

Mein Studium absolvierte ich erfolgreich an der Paracelsus Heilpraktikerschule.
Ich habe mich bewusst für eine mobile Praxis entschieden, da ich den Tieren gern den
Stress ersparen möchte und ich mir gerne immer das „Gesamtpaket“ anschauen möchte.
Zu meinen Patienten gehören Hunde, Katzen und Nager.