Häufige Krankheiten bei Tierschutz-Hunden

Häufige Krankheiten bei Tierschutz-Hunden

Häufige Krankheiten bei Tierschutz-Hunden

Hunde aus dem Tierschutz werden in der Regel vor der Vermittlung tierärztlich untersucht und geimpft. Dennoch gibt es verschieden Probleme und Krankheiten, die auftreten können.

Die Vorbereitung ist wichtig

Wichtig ist vor dem Einzug deines neuen Mitbewohners, dass du dich genau erkundigst, welche Erkrankungen bekannt sind, welche Behandlungen bereits stattgefunden haben und natürlich welche Impfungen erfolgt sind. So kannst du häufige Krankheiten bei Tierschutz-Hunden schnell entdecken. Lasse dir bitte vorhandene Unterlagen aushändigen oder kopieren, damit du beim ersten Tierarztbesuch gleich alles zur Hand hast.

Besonders in der ersten Zeit solltest du den Hund wirklich aufmerksam beobachten, um häufige Krankheiten bei Tierschutz-Hunden schnell entgegen wirken zu können. Viele Erkrankungen zeigen erst spät oder sogar gar keine Symptome. Ich rate dir mit deinem frisch adoptierten Hund zeitnah einen Tierarzt aufzusuchen. Hierbei sollte neben der normalen Untersuchung auch eine Kotprobe sowie das Blut untersucht werden. Je früher man Krankheiten erkennt desto besser sind sie zu behandeln.

Hast du dich für einen bereits kranken Hund entschieden, solltest du erst mit einem Fachmann Rücksprache halten. So weißt du genau, was auf dich zukommt. Entscheidet man sich einfach nur aus Mitleid für ein Tier, kann es schnell passieren, dass man an seine Grenzen kommt. Es sollte genau geklärt sein, welche Pflegemaßnahmen anstehen. Beispielsweise solltest du vorher in Erfahrung bringen, wie oft das Tier Tabletten benötigt, um abzuschätzen, ob das für dich zeitlich möglich ist. Außerdem ist es wichtig, dass du dich im Vorfeld über die entstehenden Kosten informierst, die bei weiteren Untersuchungen oder Behandlungen entstehen.

Futtermittel-AllergieHunde mit Futtermittelallergien

Neben häufige Krankheiten bei Tierschutz-Hunden sind auch Allergien bei Tierschutz-Tieren weit verbreitet. Hunde können auf eine sehr breite Palette von Erregern allergisch reagieren. Besonders häufig sind Allergien gegen Futtermittel und bestimmte Inhaltsstoffe von Futter. Hierzu gehören Getreide, Zusatzstoffe und bestimmte Fleischsorten.* Diese können sich von Hautveränderungen bis hin zu Magen Darm Problemen äußern. Daher ist eine genaue Anamnese sehr wichtig, um das Bild der Allergie nicht zu verwischen. Es wird dadurch immer schwer, sie genau zuzuordnen und dementsprechend zu behandeln. Gerade in diesem Bereich kann mit Homöopathie viel erreicht werden.

Viele, viele Parasiten

Ein Problem ist oftmals der Befall von Parasiten. Das können von Flöhen, Läuse, Haarlinge, Zecken bis hin zu Würmern schon einige Plagegeister sein. Die Parasiten gehören zu den häufige Krankheiten bei Tierschutz-Hunden.
Bei Ektoparasiten ist es wichtig auch die Umgebung des Hundes mitzubehandeln, wie Körbchen, Liegedecke, Couch und Auto. Wichtig ist, dass man nichts vergisst. Da Ektoparasiten z. B. Flöhe auch im Umfeld des Hundes leben und ohne das mitbehandeln der Umgebung ein ständiger Neubefall riskiert wird. Milbenbefall kommt ebenfalls häufig vor. Das kann ein lokalisierter Befall der Ohren sein, es kann aber auch den ganzen Hund befallen (Demodex-Milben oder Sarcoptes-Räude), was für das Tier mit Schmerzen verbunden ist. Zur Behandlung gibt es auf dem Markt verschiedene Spot on-Präparate, Halsbänder etc. Einige Parasiten übertragen auch gleich noch Endoparasiten, nämlich Würmer. Diese können unbemerkt Schaden anrichten. Es ist anzuraten, einen Hund in regelmäßigen Abständen zu entwurmen.

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TIPP:

Hunde reagieren besonders häufig allergisch auf Getreide (Weizen), Gluten, Soja, Mais, künstliche Zusätze, Konservierungsmittel und Bindemittel, sowie auf einige Fleischsorten (Rind, Lamm, etc.) und Milchprodukte.
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Gefahren für die Haut

Weitere häufige Krankheiten bei Tierschutz-Hunden sind Pilzerkrankungen. Deshalb sollte man bei jeder Hautveränderung den Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufsuchen. Zudem können Pilze auch auf den Menschen übertragbar sein. Also achte bitte unbedingt auf die notwendige Hygiene. Von Zecken geht eine weitere Gefahr aus. Zecken übertragen ernsthafte Krankheiten wie z. B. Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose. Da die Zecken für Mensch und Hund gefährlich werden können, solltest du den Hund und dich selbst nach jedem Spaziergang gründlich absuchen.

Häufige Krankheiten bei Tierschutz-Hunden entdecken und den Hund Schützen

Häufige-Krankheiten-bei-HundenLeider kommt es auch vor, das Hunde (gerade aus dem Auslandstierschutz bzw. vernachlässigte Tiere) an ernsten Infektionen erkranken können. Daher sind regelmäßige Impfungen wichtig, wozu Impfungen gegen Staupe, Parvovirose, Leptospirose, Tollwut, etc. zählen. Auch die sogenannten Mittelmeerkrankheiten sind häufige Krankheiten bei Tierschutz-Hunden aus dem Ausland. Zu diesen Krankheiten zählt z.B. Leishmaniose (Übertragung durch die Sandmücke), welche nicht unbedingt Krankheitssymptome nach sich ziehen muss. Auch ein positiv getesteter Hund kann beschwerdefrei leben. Es geht von ihm keine direkte Ansteckung für andere Hunde aus.
Dirofilarien (Übertragung durch Stechmücke) sind Herzwürmer, Symptome z.B. Husten, Atemnot, etc.

Ein empfindlicher Magen

Zu den häufige Krankheiten bei Tierschutz-Hunden kommen Erkrankungen des Verdauungstraktes, wie z.B. ein sensibler Magen-Darm-Trakt. Magen-Darm-Probleme können bei Hunden auch psychisch bedingt sein. Sie entstehen häufig durch Stress im Tierheim, beim Leben auf der Straße oder durch die lange Anreise nach Deutschland. Es kann oft sehr lange dauern, bis sich der Magen wieder beruhigt. Eine weitere typische Bakterien-Erkrankung sind Giardien. Die Giardien vermehren sich bevorzugt im feuchten Milieu und breiten sich in engen Tierbeständen schnell aus z. B. über Kot oder verunreinigten Wasser. Da die Hunde aus dem Tierschutz im Tierheim oft in Gruppen leben oder zumindest viel Kontakt mit anderen Hunden haben, sind Giardien bei Tierschutz-Hunden weit verbreitet. Ebenso kann der Befall mit Kokzidien zu anhaltenden Durchfällen führen.

Krankheiten und Naturheilkunde

Nicht unerwähnt lassen sollten wir Krankheiten wie Rachitis, Skelettfehlstellungen (Hüftgelenksdysplasie), und Behinderungen. Neben all den bereits erwähnten Krankheiten, Parasiten und Allergien sollten auch die psychischen Störungen, welche ebenfalls körperliche Symptome nach sich ziehen können (z.B. Pfotennagen) beachtet werden.

Viele Erkrankungen können durch naturheilkundliche Maßnahmen wie Homöopathie, Schüssler Salze und Pflanzenheilkunde positiv beeinflusst bzw. geheilt werden. Gerade chronische Erkrankungen und psychische Störungen lassen sich sehr gut auf diese Weise behandeln. Wobei an dieser Stelle auch oft und mit hohem Erfolg die Bachblütentherapie zum Einsatz kommt.

Ich wünsche dir und deinem Tierschutz-Hund eine sehr lange und gesunde gemeinsame Zeit.

Geschrieben von:



Tanja Schramm, Tierheilpraltikerin

Ich bin gelernte Tierheilpraktikerin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie. Seit ca. 20 Jahren arbeite ich im Zoofachhandel und war ehrenamtlich im örtlichen Tierheim tätig. Ich bin mit Tieren aufgewachsen, denn ich habe seit Jahrzehnten Hunde, Katzen, Kleintiere und Pferde. Meine Erfahrungen reichen von der kleinsten Maus bis hin zu landwirtschaftlichen Nutztieren. Meine Tiere stammen alle aus dem Tierschutz oder aus elendiger Haltung.