Giftige Pflanzen und Co für Hunde

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Es gibt für deinen vierbeinigen Liebling viele Gefahren im Haus, Garten oder beim Spaziergang. In diesem Beitrag erfährst du, wie du mit giftigen Pflanzen und Co für Hunde umgehst. Zuerst sind alle Vergiftungen als Notfall einzustufen. Ich rate dir schnellstens einen Tierarzt oder einen fachkundigen Tierheilpraktiker aufzusuchen, wenn du einen Verdacht hast. Nimm im Idealfall eine Probe des aufgenommenen Giftstoffes mit.

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Informiere dich über giftige Pflanzen und Co für deinen Hund

Symptome schnell erkennen – Giftige Pflanzen und Co für Hunde

Die Symptome einer Vergiftung sind:
Erbrechen, Zittern, vermehrtes Speicheln, Veränderung der Körpertemperatur/ der Atmung/ des
Pulses, Krämpfe, Desorientierung, Lähmungen, Veränderungen der Schleimhäute (blass od. blau), Bewusstlosigkeit, Durchfall evtl. mit Blutungen etc.
Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten der Vergiftungen ist dies nur eine kleine Auswahl an Symptomen. Da viele Gifte nicht sofort sondern zeitverzögert wirken, werden Vergiftungen nicht gleich als solche erkannt. Hier will ich dir die Gefahren aufzeigen, die durch giftige Pflanzen und Co für Hunde entstehen. Sie werden oftmals unterschätzt. Grundsätzlich sollten bitte alle Medikamente, Chemikalien zum Putzen, Düngen, oder für das Auto sorgfältig aufzubewahren, damit dein Vierbeiner sie nie erreichen kann. Hunde sind super kreativ, wenn sie irgendwelche Dinge erreichen wollen oder weil sie neugierig sind. Einen Schrank, eine Tür oder eine Schublade ist schnell geöffnet. Vergiss auch nicht die gelben Säcke in der Garage…

Alle Pflanzen prüfen

Ich werde hier keine Aufstellung von giftigen Pflanzen und Co für Hunde geben, da es dazu sehr informative Seiten im Internet gibt. Wichtig ist, dass viele unserer Zimmerpflanzen wie auch Gartenpflanzen, Ziergehölze etc. für unsere Vierbeiner giftig sind. Gerade junge verspielte oder neugierige Hunde probieren sich schon mal daran. Daher solltest du auf jeden Fall die einzelnen Pflanzen im Haus und Garten prüfen, für den Hund unerreichbar platzieren oder im Idealfall ganz entfernen.
Was in diesem Zusammenhang erwähnt werden muss, sind die verschiedenen Düngemittel bzw. Stoffe, mit denen Pflanzen
inzwischen künstlich gefärbt werden. Auch hier ist äußerste Vorsicht geboten! Im Zweifel steige lieber auf sichere Präparate und Pflanzen um. Verlasse dich nicht darauf, dass der Instinkt den Hund davon abhält eine giftige Pflanze zu fressen.

Vergiftung durch Nagergifte und Schneckenmittel

Ein ganz großes Risiko für Tierschutzhunde bergen Nagergifte und Schneckenmittel. Wenn Hunde sich lange selbst ernähren mussten oder sehr verfressen sind, ist so ein kleiner toter Nager ein Leckerbissen. Da die Schädlingsbekämpfungsmittel nicht sofort wirken, können die vergifteten Tierchen aus benachbarten Gärten stammen und in deinem Garten gestorben sein. Daher solltest du deinen Schützling wirklich genauestens beobachten und darauf achten, dass er nichts frisst.

Harmlose Nahrungsmittel?

Auch für dich harmlose Nahrungsmittel können für deinen Hund gefährlich werden. Ein Beispiel hierfür ist Schokolade, da sie Theobromin enthält. Auch Knoblauch oder Zwiebeln sind giftig, da sie die roten Blutkörperchen deines Hundes schädigen. Bist du dir bei einem Lebensmittel für Menschen nicht sicher, ob du es auch deinem Hund geben kannst, recherchiere im Zweifel lieber erst oder verzichte einfach ganz darauf deinen Hund damit zu füttern.

Medikamente für Mensch und Tier?

Ganz kritisch ist die Gabe von Medikamenten, die nicht für Tiere bestimmt sind. Gib deinem Liebling nie Medikamente für Menschen. Das kann schwere Vergiftungen nach sich ziehen, weil weder Dosierung noch Wirkstoff für deinen Schützling geeignet sind.

Alkohol und Nikotin

Oft unterschätzt werden Vergiftungen durch Tabak und Alkohol. Es gibt Hunde die lieben es an Bierflaschen oder Gläsern zu lecken. Das kann je nach aufgenommener Menge gefährlich sein. Zigaretten, Zigarettenschachteln od. Tabakpäckchen laden manchen Vierbeiner zum Diebstahl und Verzehr ein. Nikotin ist ein Nervengift und kann beim Verzehr tödlich sein.

Achtung Giftköder

Achtung vor Giftködern beim Spaziergang

Zeckenschutzmittel und Co.

In meinem Beitrag über giftige Pflanzen und Co für Hunde will ich noch die Vergiftung durch Ektoparasitenmittel erwähnen. Bitte achte darauf für deinen Hund wirklich das in Alter und Gewicht passende Präparat einzusetzen und ein Beknabbern bzw. Verschlucken von Parasitenhalsbändern zu verhindern.

Achtung vor Giftködern beim Spaziergang

Zum Schluss möchte ich noch kurz auf die Gefahren beim Spaziergang hinweisen. Durch die in negative Mode gekommene Auslegung von Giftködern ist es ratsam, deinem Hund direkt von Anfang an beizubringen, dass er beim Gassi gehen nichts Fressbares aufnimmt. Dazu gibt es super Trainingseinheiten. Genauso sollte das Trinken aus Pfützen unterbunden werden, denn auch hierin können sich gefährliche Bakterien oder giftige Stoffe befinden.
Ich wünsche dir und deinem vierbeinigen Freund ein langes gesundes Miteinander!

Geschrieben von:


Tanja-Schramm

Tanja Schramm, Tierheilpraktikerin

Ich bin gelernte Tierheilpraktikerin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie. Seit ca. 20 Jahren arbeite ich im Zoofachhandel und war ehrenamtlich im örtlichen Tierheim tätig. Ich bin mit Tieren aufgewachsen, denn ich habe seit Jahrzehnten Hunde, Katzen, Kleintiere und Pferde. Meine Erfahrungen reichen von der kleinsten Maus bis hin zu landwirtschaftlichen Nutztieren. Meine Tiere stammen alle aus dem Tierschutz oder aus elendiger Haltung.