Entspannte, katzengerechte Eingewöhnung

Katze Eingewoehnen Katzenratgeber Tierschutz Shop

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Nachdem das Zuhause auf den Einzug der Katze vorbereitet ist, kann die Katze endlich einziehen. Als Katzenhalter sollte man sich für die Eingewöhnung der Katze ein paar Tage Zeit nehmen. Denn für die Katze passiert in den ersten Tagen der Eingewöhnung sehr viel und sie braucht die liebevolle Unterstützung ihres Halters. Geduld und Verständnis braucht die Katze jetzt von ihrem neuen Katzenhalter.

Bist du mit der Katze zu Hause angekommen, solltest du sie samt Transportbox in eine ruhige Ecke der Wohnung stellen. Und es ist wirklich eine Ecke gemeint, nicht z.B. mitten ins Wohnzimmer. Öffne die Transportbox und lasse der Katze Zeit sich zu entscheiden, ob und wann sie die Transportbox verlassen möchte. Es kann sein, dass deine Katze erst nachts die Box verlässt, wenn sie das Gefühl hat, dass es dann am sichersten für sie ist.

Die Katze bestimmt das Tempo bei der Eingewöhnung

Katzen-Eingewoehnen

Bis zur ersten Schmuserunde, braucht die Katze Zeit
Foto: Dana Säglitz mit ihrer Tierschutzkatze

Es ist alles neu für die Katze. Du als Katzenhalter, das neue Zuhause, die Gerüche und auch die Geräuschkulisse sind Eindrücke, die die Katze verarbeiten muss. Da aber jede Katze anders ist, kann es sein, dass dein Stubentiger ohne Umschweife das neue Revier in Beschlag nimmt oder zögerlich bis ängstlich reagiert. Sei nicht enttäuscht, wenn es bei dir länger dauert, bis die Katze sich von selbst zeigt. Die Katze bestimmt das Tempo der Eingewöhnung.

Stelle sicher, dass die Katze in der Nähe der Transportbox Versteckmöglichkeiten hat. Lege z.B. eine Decke über einen Stuhl. Dort kann die Katze unter dem Stuhl als auch daneben oder dahinter Schutz finden. Biete der Katze die Möglichkeit, sich im Raum zu bewegen, aber ohne dass sie große freie Flächen dafür durchqueren muss. Ein wenig „Unordnung“ mit Kartons kommt der Katze hier entgegen. Der Zugang zum Futterplatz, zur Trinkstelle und zur Katzentoilette sollte für die Katze jederzeit möglich sein.

In den ersten Tagen der Eingewöhnungszeit solltest du sich immer wieder mal auf den Fußboden setzen. Nimm eine Zeitung oder ein Buch. Du kannst der Katze auch vorlesen. Denn wenn du auf dem Fußboden sitzt, bist du nicht mehr so riesig und die mögliche Gefahr, die von dir ausgehen könnte, verringert sich aus Sicht der Katze.

Allerdings solltest du bei deiner täglichen Routine nicht zu viel Rücksicht auf die Katze nehmen, denn sie soll sich an dich und die Geräusche, wie Staubsaugen und Ähnliches, bei dir gewöhnen.

Eine tägliche Spieleinheit hilft, der Katze die Eingewöhnung im neuen Zuhause zu erleichtern. Spielangeln eignen sich dafür sehr gut, da sie sehr lang sind und somit genügen Distanz zwischen dir und der Katze bietet. Das ist vor allem wichtig, wenn du eine eher ängstliche und schüchterne Katze hast.

Nach und nach wird deine Katze das Revier erobern, sich einleben und bei dir wohlfühlen. Aber die Katze bestimmt das Tempo.

Geschrieben von:



Tina Krogull, seit 2008 Katzenpsychologin

Ihre Arbeit sieht sie als „Übersetzerin“ und Vermittlerin zwischen Katzen und deren Haltern. Ihre tierpsychologische Ausbildung hat sie in der Akademie für Naturheilkunde (ATN) in der Schweiz absolviert. Aktuell arbeitet sie an ihrer Zertifizierung zur Bach-Blüten-Therapeutin für Tiere nach dem Bach Centre und dem Natural Animal Centre, beides in Großbritannien. Sie selbst lebt inzwischen seit über 25 Jahren mit Katzen zusammen. Derzeit wohnen die Katzen Charlie, Sammy und Tiffy bei ihr und ihrem Mann. Weitere Informationen zu Tina Krogull sind zu finden unter: http://www.meinekatzeundich.de/