10 Tipps für einen entspannten Tierheimbesuch


Adoptions-Club-Katze

Tierheimmitarbeiter beraten gerne und kennen ihre Pflegetiere

Stress solltest du beim Tierheimbesuch vermeiden, denn Katzen sind feinfühlig und reagieren abweisend, wenn du angespannt bist. Damit der erste Besuch im Tierheim glatt läuft, gibt es 10 Tipps, die du beachten solltest.

1. Welches Katze passt zu mir?

Wichtig ist, dass du dir im Vorfeld Gedanken machst und nicht spontan entscheidest, ein Tier zu adoptieren. Spätestens im Tierheim wird die genaue Haushaltssituation analysiert, darum solltest du vorher wissen, was du willst und was du bieten kannst. Brauchst du eine Katze, die Kinder, Hunde und andere Katzen mag? Soll die Katze nur in der Wohnung bleiben oder kann sie auch Freigang genießen? Soll sie jung und wild oder etwas erfahrener sein?

2. Eine Katze für die ganze Familie

Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung eines Tieres einverstanden und bereit, gewisse Aufgaben zu übernehmen? Die ganze Familie sollte auf eine Katzenhaarallergie getestet werden. Auch wenn man nie eine Allergie hatte, kann diese mit der Zeit auftreten.

3. Der Vermieter

Wohnst du zur Miete, solltest du unbedingt im Vorfeld klären, ob die Haltung von Katzen erlaubt ist.

4. Kosten, Kosten, Kosten…

Eine Katze kostet nicht nur Verantwortung, Arbeit und Liebe, sondern auch Geld. Im Tierheim zahlst du eine Schutzgebühr (ca. 100€–200€), wofür der Schmusetiger geimpft, gechipt und kastriert wurde. Gesundes, abwechslungsreiches Futter, Katzenstreu und Spielzeug kosten im Monat ca. 50€. Außerdem solltest du ein finanzielles Polster besitzen, falls deine Katze krank wird. Tierarztkosten erreichen schnell eine Höhe von 500€ und mehr.

5. Urlaub / Krankheit

Für den Fall, dass du krank wirst oder verreisen möchtest, solltest du schon im Vorfeld jemanden haben, der das Tier in dieser Zeit versorgt.

6. Unerwünschtes Verhalten?

Ein Umzug vom Tierheim in ein neues Zuhause kann extrem stressig sein. Deswegen passiert es leider manchmal, dass der liebe Stubentiger seinen Unmut durch Unsauberkeit, Kratzen an den Möbeln oder aggressives Verhalten zeigt. Darüber solltest du dir im Klaren sein. Oftmals bieten Tierheime in solchen Fällen eine kostenlose Beratung nach der Vermittlung an.

7. Termin im Tierheim

Um sicher zu sein, dass ein zu dir passendes Tier vorhanden ist, solltest du vorher im Tierheim anrufen, auf der Internetseite recherchieren und gegebenenfalls einen Beratungstermin vereinbaren.

8. Zeit einplanen

Es ist wichtig, genügend Zeit für den Tierheimbesuch einzuplanen. Je nachdem, wie intensiv die Beratung ist, kann der Besuch 2-3 Stunden dauern. Nimm dir Zeit, ganz in Ruhe alle Katzen anzuschauen und achte auch auf die Schüchterneren, die sich verstecken. Frage möglichst viel zur Vorgeschichte und zum Charakter des Tieres. Manchmal sind mehrere Besuche im Tierheim besser, um die richtige Entscheidung zu treffen. Überstürzt oder aus Mitleid solltest du kein Tier mitnehmen. Denn die Katze begleitet euch vielleicht die nächsten 20 Jahre.

9. Zustand des Tieres

Hast du dich für ein Tier entschieden? Dann achte auch darauf, ob das Tier gechipt, geimpft und eventuell auch kastriert ist. Außerdem sollte es gesund und gepflegt aussehen (außer es sind Krankheiten bekannt).

10. Die Grundausstattung

Futter und Zubehör sollten schon vor der Katze zuhause sein. Dazu gehört ein Kratzbaum, eine Kratzmatte, Näpfe, mindestens 1 Katzenklo (ohne Deckel) und Streu, Spielzeug und Zubehör wie Baldriankissen und unterschiedliche Sorten Trocken- und/oder Nassfutter.

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Svenja, Pressesprecherin bei Tierschutz-Shop und ehrenamtliche Mitarbeiterin im Tierheim Moers

Der Tierschutz liegt mir sehr am Herzen. Ich verbinde meine Arbeit bei Tierschutz-Shop und mein Ehrenamt im Tierheim miteinander. Durch zahlreiche Gespräche mit interessierten Adoptanten und durch meine langjährige Tätigkeit im Tierheim, habe ich mit der Zeit ein fundiertes Wissen im Tierschutz gewonnen. Mein Ratgeber soll aufklären und unterstützen die richtige Wahl zu treffen.